Damit zählt unser Beitrag zur nachhaltigen Quartiersentwicklung im Brandenburgischen Viertel zu den beispielhaften Projekten des Wohnungsbaus in Deutschland.
Was 2017 als Reaktion auf Leerstand und Rückbaupläne begann, wurde zu einem mutigen Aufbruch:
Im Aktionsraum Oderbruch haben wir fünf P1-Plattenbauten in der Oderbruchstraße und Prenzlauer Straße architektonisch, sozial und ökologisch neu interpretiert. Statt Rückzug haben wir Zukunft gestaltet: mit einer Sanierung, die den Bestand erhält, den Stadtteil stärkt und neuen Lebensraum schafft.
Unser Ziel war es, das Brandenburgische Viertel wieder als attraktiven Wohnort zu etablieren. Dabei haben wir viele Ebenen miteinander verbunden:
- Klimagerechtes Bauen: Durch das Schwammstadtprinzip, begrünte Höfe und den bewussten Umgang mit Regenwasser schaffen wir ein besseres Mikroklima.
- Architektur mit Identität: Holz als sichtbares Material, offene Laubengänge und Kunst im Innenhof machen unsere Häuser zu Orten der Begegnung.
- Soziale Verantwortung: Mit 174 modernisierten Wohnungen, zwei Drittel davon gefördert, bleibt der Wohnraum bezahlbar und generationenübergreifend nutzbar.
- Kulturelles Leben: Kunstprojekte, Lesungen und Veranstaltungen wie die „Helle Stunde“ verbinden Nachbarschaft, Stadtteil und Region.
- Effiziente Bauprozesse: Mit Lean Management und Taktplanung haben wir die Modernisierung wirtschaftlich organisiert und termingerecht abgeschlossen.
Heute ist der Aktionsraum Oderbruch ein lebendiges Stück Eberswalde, mit vollvermieteten Wohnungen, gepflegten Freiflächen und einer spürbaren Aufbruchsstimmung. Das Viertel hat sein Selbstbewusstsein zurückgewonnen und wir als Genossenschaft haben gezeigt, dass bezahlbarer Wohnraum, Klimaschutz und Baukultur keine Gegensätze sind.
Die Nominierung für den Deutschen Bauherrenpreis 2026 ist für uns Bestätigung und Motivation zugleich. Sie zeigt, dass sich unser „Mut zum Aufbruch“ lohnt – für unsere Mitglieder, für Eberswalde und für eine nachhaltige Stadtentwicklung in Brandenburg.
Hintergrund:
Der Deutsche Bauherrenpreis würdigt Projekte, die hohe Qualität mit tragbaren Kosten vereinen. Er wird gemeinsam vom GdW, dem Bund Deutscher Architektinnen und Architekten (BDA) und dem Deutschen Städtetag (DST) vergeben. Die Preisverleihung findet im Sommer 2026 auf dem EUREF-Campus in Berlin statt.