Wir bringen unsere Dekarbonisierungsstrategie im Quartier Westend auf die nächste Stufe. Gemeinsam mit dem Ingenieurbüro eZeit Ingenieure entsteht hier ein bundesweit beachtetes Modellprojekt für eine sozial verträgliche Wärmewende im Bestand.
Schritt für Schritt zur klimafreundlichen Wärme
Insgesamt stellen wir 14 Mehrfamilienhäuser mit 520 Wohnungen schrittweise von fossilen Energieträgern auf ein erneuerbares Quartierssystem um.
Das erste Gebäude wurde bereits 2025 modernisiert, der Anschluss von vier weiteren Häusern folgt im März 2026. Der Abschluss des Gesamtprojekts ist für 2028 geplant.
„Wir wollen zeigen, dass Klimaschutz im Bestand machbar ist – mit Augenmaß, Verantwortung und sozialer Balance“, sagt Guido Niehaus, Mitglied unseres Vorstands. „Unser Ziel ist ein Modell, das langfristig verlässlich für unsere Mitglieder bleibt und richtungsweisend für die Branche ist.“
Modernisierung mit Augenmaß
Unser Konzept folgt dem Prinzip „Priorisierung statt Vollsanierung“:
Wir setzen zuerst Maßnahmen um, die besonders viel CO₂ einsparen und gleichzeitig wenig Eingriffe in den Alltag unserer Nutzer erfordern – etwa Wärmepumpen, Abluftwärmenutzung, Heizflächenoptimierung und die Dämmung von Kellerdecken.
So können wir die Modernisierung im bewohnten Zustand umsetzen – ohne Verdrängung und mit hoher Akzeptanz.
Langfristig entsteht ein kaltes Nahwärmenetz mit geothermischer Brunnenanlage, Photovoltaik und digitaler Steuerung aller Energieflüsse. Unser Quartier wird damit zu einem vernetzten Energiesystem, das Strom, Wärme und Lüftung intelligent koppelt.
Fakten zum Projekt Westend
Ökologisch
- CO₂-Reduktion von 32 auf 13 kg/m²a (iSFP)
- Weitere Senkung auf 9 kg/m²a bis 2028 durch das geplante Kaltnetz
- Energetische Sanierung der Außenwände und Fenster bei Fälligkeit (ca. 2040)
Sozial
- Umsetzung im bewohnten Zustand, keine Verdrängung
- Langfristig stabile Nebenkosten
- Steigender Wohnkomfort
- Hohe Akzeptanz durch transparente Kommunikation über unsere Nutzer-App Loft2go
Investition: rund 22 Mio. €
Ein Vorbild für die Branche
„Das Projekt zeigt, wie technische Innovation und soziale Verantwortung zusammenwirken können“, sagt Sebastian Lüttge von eZeit Ingenieure.
„Wir entwickeln hier ein Modell, das die Wärmewende im Bestand beschleunigt – wirtschaftlich tragfähig, unabhängig und mit messbarer CO₂-Reduktion.“
Mit unserem Projekt im Westend zeigen wir, dass Klimaschutz, Wirtschaftlichkeit und soziale Verantwortung Hand in Hand gehen können.
Eberswalde Westend kann zur Blaupause für die Wohnungswirtschaft werden – und wir laden andere Wohnungsunternehmen ein, diesen Weg mitzugehen.